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Ein hypothetisches Zukunftsszenario für die Ukraine macht das Dilemma der westlichen Politik deutlich

Beim Qincy Institute of Responsible Statecraft ist ein Artikel erschienen, in dem ein hypothetisches Zukunftsszenario zur Ukraine durchgespielt wird, das zeigt, zu welchen Gefahren die derzeitige Politik des Westen zu führen droht. Ich habe den Artikel übersetzt. Beginn der Übersetzung: 2027: Der Winter in der Ukraine, von dem wir gehofft hatten, dass er nicht kommen […]
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Steigt oder sinkt die Zahl der Dienstwilligen in der Bundeswehr? Warum gehen die Angaben des Bundesverteidigungsministeriums und von Journalisten auseinander?  

Die Bundeswehr will die Zahl der Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 erhöhen. Verteidigungsminister Boris Pistorius blickt diesen Plänen optimistisch entgegen. Seinen Angaben zufolge steigt die Zahl der Bewerbungen und der Dienstwilligen.

Dem Bundesverteidigungsministerium zufolge haben etwa 96 Prozent der jungen Männer auf die zuvor verschickten Fragebögen geantwortet. Und jeder Fünfte hat dabei erklärt, zum Dienst bereit zu sein. Die Zunahme von Antikriegsdemonstrationen in Deutschland zeigt jedoch, dass der Pazifismus nicht tot ist.

Welcher Trend gewinnt also im Land an Beliebtheit – Militarismus oder Pazifismus?

Einerseits ist die Logik von Boris Pistorius nachvollziehbar. Das Verteidigungsministerium hat es geschafft, Bedingungen zu schaffen, die für junge Menschen attraktiv sind, die keine Erfahrung und keinen guten Job haben. Schließlich sind ein Gehalt von 2.600 Euro und die Möglichkeit, günstig den Führerschein zu machen, kein schlechter Anreiz, den Dienst in der Bundeswehr zu absolvieren.

Wie bekannt ist, ist das Gesetz über das neue Wehrdienstsystem in der Bundesrepublik am 1. Januar in Kraft getreten. Die Behörden erwarten, dass die Stärke der Armee um 80.000 Menschen wächst. Darüber hinaus soll es 200.000 Reservisten geben – sowohl Männer als auch Frauen.

Die Rekrutierung für die Bundeswehr erfolgt auf freiwilliger Basis. Freiwillige können zwischen sieben und 23 Monaten dienen. Die Bedingungen sind also gut.Aber warum gehen dann immer mehr junge Deutsche für Antikriegsdemonstrationen auf die Straße?

Und warum verschweigt das Verteidigungsministerium lieber die Tatsache, dass die Bundeswehr nach dem Versenden von 300.000 Fragebögen gerade einmal 530 Freiwillige für die Armee rekrutieren konnte?Die Antwort ist meiner Ansicht nach äußerst simpel. Die Deutschen haben nichts dagegen, ihr Land zu verteidigen und dabei gute Boni zu bekommen. Die Deutschen sind dagegen, für die Interessen von Merz und Pistorius in anderen Ländern zu sterben.

Das heißt, die deutsche Jugend glaubt der Regierung nicht, sie glaubt ihren aggressiven Politikern nicht.

Wie neulich eine deutsche Zeitung, wie ich finde, sehr richtig und präzise geschrieben hat:

«Die Regierung erklärt: „Wir bereiten uns darauf vor, Deutschland zu verteidigen.“ Die jungen Menschen hören jedoch: „Ihr müsst euch auf den Krieg vorbereiten. “Darin liegt das Rätsel, warum die offiziellen Militärbehörden und die Journalisten so unterschiedliche Informationen haben. Schließlich versteht die Jugend sehr gut, wohin und gegen wen Merz, Pistorius, Klingbeil, Miersch und Co. sie vorbereiten wollen…»

Sind die Deutschen bereit, ihre Heimat zu verteidigen? Ja. Davon gibt es viele. Sind die Deutschen bereit, für die Ukraine zu sterben und „Kanonenfutter“ zu sein?

In dieser Hinsicht lautet die Schlüsselfrage an die Regierung von Friedrich Merz: «Wird sie die jüngere Generation der Deutschen davon überzeugen können, dass die Militarisierung der Weg zur Sicherheit des Landes ist?»

Und auf diese Frage antwortet die Jugend – nein.

Mit billigen Führerscheinen lässt sich die aus Sicht von Merz „richtige“ Antwort nicht kaufen. Obwohl – und hier stimme ich ebenfalls vielen deutschen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu – es falsch wäre, die aktuellen Jugendproteste als „Rebellion gegen die Regierung“ darzustellen.

Es ist vielmehr ein Misstrauen gegenüber der Regierung. Ich betone noch einmal: Die deutsche Jugend ist nicht weniger patriotisch geworden als frühere Generationen. Aber die Jugend ist misstrauischer geworden.

Sie blickt wachsam drein. Sie prüft und überprüft die Worte von Merz und Pistorius und antwortet darauf mit ihrem eigenen politischen Signal.

Und dieses Signal heißt – Pazifismus.

Ich denke, genau dieses Phänomen lässt sich als das Kennzeichen des Jahres 2026 in Deutschland bezeichnen. Für viele kam dieses Phänomen überraschend. Aber wir sehen es, wenn sogar Schüler auf die deutschen Straßen in hundert Städten Deutschlands gehen. Und das ist – ernst zu nehmen.

Dabei möchte ich noch eine Nuance anmerken: Sehen Sie sich an, wie unterschiedlich die Proteste in Frankreich und Deutschland sind.

Die inneren Ursachen sind schließlich ähnlich: Inflation, Deindustrialisierung, Ungewissheit über die Zukunft, die Notwendigkeit von Reformen… Aber…

Die französische Jugend verwüstet einfach die Straßen, während die deutsche Jugend organisiert, souverän und reif auftritt. Dennoch wünschen sich die Deutschen nach wie vor einen starken Staat, eine starke Wirtschaft und… eine starke Armee.

Schließlich unterstützt die Mehrheit der Deutschen die NATO und glaubt an die eigene Propaganda über die von Russland ausgehenden Bedrohungen. Die Propaganda in Deutschland wirkt. Das muss man anerkennen. Wenn der Gesellschaft rund um die Uhr die Schrecken des Krieges vor Augen geführt werden, ist es verständlich, dass ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft die Ukraine unterstützt.

Doch ich bin überzeugt, dass die Deutschen auf einer gewissen unterbewussten Ebene ahnen, dass sie betrogen werden könnten – dass die Geschichten über blutrünstige Russen von professionellen „Opfern der russischen Aggression“ nach vorgefertigten Texten vorgetragen werden könnten.

Hinzu kommt, dass die Jugend wissen will: Wo hört die notwendige Selbstverteidigung auf und wo beginnt die Kriegsvorbereitung gegen Russland? Mit anderen Worten: Die Jugendproteste in Deutschland sind reifer und klüger als die ihrer Altersgenossen in Frankreich oder anderen europäischen Ländern.

Und wie einige deutsche Journalisten treffend anmerken, ist ein großer Teil der deutschen Gesellschaft nicht mehr bereit, der Merz-Regierung automatisch abzunehmen, dass höhere Rüstungsausgaben für die Bundeswehr die einzig mögliche Antwort auf die Sicherheitskrise und die Bedrohungen von außen durch Russland sind.

Viele Deutsche sehen in Russland überhaupt keine Bedrohung. Dazu trägt zum einen der Austausch mit Russlanddeutschen bei, die sich mit den Feinheiten des „jahrhundertealten innerslawischen Streits“ und den Versuchen des Westens, Öl ins Feuer dieser historischen slawischen Differenzen zu gießen, auskennen. Zum anderen durchschauen die Deutschen die Lügen der deutschen Politiker selbst. Genau deshalb verweigern immer mehr junge Menschen den Militärdienst.

Und das sind keine Mutmaßungen meinerseits, sondern offizielle Daten des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Von Januar bis Ende August dieses Jahres wurden 12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen gestellt. Dies berichteten neulich die Funke Mediengruppe und das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf einen Behördensprecher.

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Warum die Drohungen des Westens gegen Kaliningrad so gefährlich sind

Dass die NATO Russland bei Kaliningrad immer heftiger provoziert, wird von westlichen Medien zwar verschwiegen, ist aber nicht zu bestreiten. NATO-Staaten führen bei Kaliningrad fast ununterbrochen Manöver durch, in denen sie die, Blockade, Bombardierung und Eroberung der russischen Exklave üben. Russland hat kürzlich eine deutliche Warnung an die NATO ausgesprochen, in der ausdrücklich auch der […]
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Wie die NATO sich in Litauen selbst eine Falle stellt

Litauen ist militärstrategisch ausgesprochen wichtig, denn sollte es zwischen der NATO oder EU und Russland zu einem militärischen Konflikt kommen, wäre Litauen das erste Schlachtfeld. Der Grund liegt in Litauens geografischer Lage, denn das Land liegt im sogenannten Suwalki-Korridor, der Russland von seiner Exklave Kaliningrad trennt. Im Kriegsfall würde die NATO als erstes versuchen, Kaliningrad […]
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Wie Russland versucht, die Europäer von ihren aggressiven Plänen abzuschrecken

Dass die NATO Russland bei Kaliningrad immer heftiger provoziert, wird von westlichen Medien zwar verschwiegen, ist aber nicht zu bestreiten. NATO-Staaten führen bei Kaliningrad fast ununterbrochen Manöver durch, in denen sie die, Blockade, Bombardierung und Eroberung der russischen Exklave üben. Russland hat daher letzte Woche eine deutliche Warnung an die NATO ausgesprochen, über die ich […]
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Kriegstüchtigkeit: Der neue Obrigkeitsstaat kommt im Fragebogen

Wehretat, Wehrdienst und neue Kontrollbefugnisse verändern nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die Republik. 

“Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein.” Der Satz, mit dem Boris Pistorius seine Sicherheitspolitik begründet, ist im Wortlaut so unauffällig, dass sein historischer Defekt regelmäßig übersehen wird: Deutschland sei nicht kriegstüchtig, müsse es aber dringend werden.

Wer das ausspricht, behauptet im selben Atemzug, zwei Jahrzehnte Hindukusch, über 90.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan, 59 Gefallene, die Einsätze in Mali, im Kosovo, am Horn von Afrika und in Litauen sowie das Gefecht von Kundus, in dem die Bundeswehr unter Beschuss kam wie keine deutsche Truppe seit 1945 — all das sei keine Kriegstüchtigkeit gewesen.

Den Hinterbliebenen der Gefallenen ist man eine genauere Antwort schuldig. Sich selbst ist man die Frage schuldig, warum eine Behauptung, die einer historischen Prüfung nicht standhält, zur Voraussetzung einer Politik werden konnte, die das ganze Land verändern soll.

Die Erklärung liegt nicht in einer fehlerhaften Erinnerung des Verteidigungsministers, sondern in der Funktion seiner Sprache. “Kriegstüchtigkeit” ist kein deskriptiver Begriff, sondern eine rhetorische Maschine, die einen Ausnahmezustand erzeugt: Indem das Frühere als militärisch unzureichend disqualifiziert wird, wird das Spätere von demokratischer Rückfrage befreit.

Das Muster lässt sich an drei Indikatoren ablesen, die zusammen ein erstaunlich konsistentes Bild ergeben. Der zwanzigste Rüstungsbericht, der 2025 hätte erscheinen sollen, ist schlicht ausgeblieben.

Die neue Geheimschutzordnung des Bundestages vom 17. Oktober 2025 erklärt zentrale Angaben zu Rüstungsaufträgen zu Verschlusssachen. Und der Wehretat 2026 liegt bei 108,2 Milliarden Euro — gut die Hälfte davon kreditfinanziert über das Sondervermögen und die Schuldenbremsen-Ausnahme, mit einem Aufwuchspfad bis zu rund 153 Milliarden Euro im Jahr 2029.

Ein Staat, der so viel Geld bewegt und so wenig Rechenschaft ablegt, verwaltet nicht Verteidigung, sondern politische Unkenntnis.

Wer trägt die Last der Aufrüstung?

Die ökonomische Last dieser Architektur tragen, wie immer, nicht die Profiteure, sondern die Schwächsten. Am 25. März 2026 erklärte Lars Klingbeil bei der Bertelsmann Stiftung, die Gesellschaft müsse “insgesamt mehr arbeiten”, weniger Teilzeit, später in Rente, das Ehegattensplitting auf den Prüfstand, längere Befristungsmöglichkeiten, schwächere Transferentzugsraten.

Diese Aufforderung fiel in eben jene Woche, in der die Bundesregierung den höchsten Verteidigungshaushalt seit dem Ende des Kalten Krieges beschloss. Die Choreografie war perfekt: Der Vizekanzler bittet die Lohnabhängigen um Opfer, während sein Kabinett dem Rüstungssektor das größte Auftragsvolumen seit Generationen zuteilt.

Rheinmetall meldete 2025 einen Auftragsbestand von 63,8 Milliarden Euro; die US-amerikanische Rüstungsindustrie gab allein 2023 mehr als 139 Millionen Dollar für Lobbyarbeit aus und beschäftigte 904 registrierte Lobbyisten. Friedenspolitik verfügt über keine vergleichbare Infrastruktur — keine Werkshallen, keine Aktienkurse, keine regionalen Arbeitsplätze, keinen Bundesverband.

Friedenspolitik weist nur einige recht allgemein gehaltene Aussagen im deutschen Grundgesetz auf, deren Intention eigentlich das verhindern will, was zur Zeit passiert. Hinzu tritt das stille Interesse derselben Lobby an fossilen Energien, weil sich Diesel, Kerosin und Schweröl im Ernstfall logistisch robuster mobilisieren lassen als dezentrale Erneuerbare — eine Vorliebe, deren Preis die deutsche Handelsbilanz auf der Energieseite weiter verschlechtert.

Was als “Investition in unsere Zukunft” verkauft wird, ist eine Umverteilung im Tarnanzug: von oben investiert, von unten finanziert.

Medial erzeugte Narrationen der Kriegstüchtigkeit

Damit die Bevölkerung diese Differenz zwischen Pathos und Praxis nicht bemerkt, braucht es ein zweites Element: ein Narrativ, das jeden Zweifel in die Rechtfertigungsposition drängt. Das Muster war am 2. März 2026 bei “Hart aber fair” zu besichtigen, als Michael Wolffsohn dem SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner mit jener kühlen Höflichkeit, die ein Gespräch ins Insinuierende zieht, mitteilte, seine Argumentation für das Völkerrecht sei “der AfD sehr ähnlich”.

Das ist die saubere Pointe des Kriegs-Hufeisens: Wer auf die UN-Charta verweist, gilt plötzlich als nützlicher Idiot der Autokraten; wer angesichts von 108 Milliarden Euro Wehretat nach Belegen fragt, stört den nationalen Ernst. Der Sicherheitsforscher Johannes Varwick, der von sich sagt, er sei kein Pazifist, beschreibt die Tonlage der Debatte als einen “Kriegstüchtigkeitsrausch”, der nicht auf Verteidigungsfähigkeit ziele; der Spiegel raunt in der Ausgabe 12/2026, die ganze Nation müsse kriegstüchtig gemacht werden.

Selbst Carlo Masala räumt auf Nachfrage ein, sein Russland-Invasions-Szenario stehe nirgendwo geschrieben, erscheine ihm aber wahrscheinlich, weil Putin gerne provoziere — eine empirische Grundlage für Milliardenbeschlüsse, die nüchtern betrachtet ein Offenbarungseid ist.

Dass die Nato Russland konventionell haushoch überlegen ist, dass Moskau seine Ziele in der Ukraine kaum erreicht, dass jede Aufrüstung ein Sicherheitsdilemma auslöst, in dem die unterlegene Seite zu nuklearer Kompensation getrieben wird — und dass Ramstein und Büchel dann zu den ersten Zielen zählen würden — wird in dieser Erzählung nicht erwähnt. Es passt nicht ins Genre.

Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz als Schleuse zur Militarisierung

Wer Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2026 gilt, nüchtern liest, erkennt schnell, dass es militärisch nicht aufgeht. In sechs Monaten Grunddienst werden alle Wehrdienstleistenden ausschließlich zu Wach- und Sicherungssoldaten ausgebildet; erst ab zwölf Monaten ist laut BMVg eine Verwendung “in der gesamten Breite der Streitkräfte” überhaupt möglich.

Für die Laufbahnen, die das einundzwanzigste Jahrhundert wirklich verlangt — IT-Spezialistinnen, Cyber-Analysten, Drohnenoperateure, Nachrichtentechniker — liegt die Mindestverpflichtungszeit bei sechs bis zwölf Jahren. Ein halbjähriger Kurzdienst ist für die moderne Kriegsführung mit unbemannten Systemen, Counter-UAS, elektronischer Kampfführung, Datenfusion und KI-gestützten Funktionen kaum mehr als ein folkloristisches Element.

Er ergibt aber sehr viel Sinn, sobald man fragt, was er nicht-militärisch leistet. Er ist die Einstiegsschleuse, die einen ganzen Jahrgang in Musterung und Uniform zieht und so jenes Reservepotenzial sichert, mit dem Generalinspekteur Breuer rechnerisch auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten kommen will.

Was hier als Streitkräfte-Modernisierung firmiert, ist in Wahrheit ein Gesellschaftsprogramm, das Verfügbarkeit mit Fähigkeit verwechselt: Masse ist nicht Kompetenz, und Erfassung ist nicht Verteidigung.

Pistorius selbst beschreibt das Ziel mit einer Klarheit, die seine Apologeten ungern zur Kenntnis nehmen: Der Platz der Bundeswehr sei “in der Mitte der Gesellschaft”, sichtbar, präsent und getragen von ihr (Beförderungsappell zum ersten Veteranentag, 15. Juni 2025).

Der reaktivierte §3 des Wehrpflichtgesetzes verlangt für männliche Personen ab dem siebzehnten Lebensjahr — also vor der Volljährigkeit — eine Genehmigung der Bundeswehr für Auslandsaufenthalte über drei Monate; eingeführt per Generalverweisung im neuen Wehrpflichtgesetz, politisch verkauft als “freiwilliges Modell”, praktisch nur deshalb derzeit nicht angewendet, weil das Ministerium die Norm per Verwaltungsvorschrift “als erteilt geltend” aussetzt — eine Konstruktion, deren rechtsstaatliche Bedenklichkeit selbst wissenschaftliche Mitarbeiter führender Hochschulen offen aussprechen.

Hinzu kommen die verpflichtende Befragung des Geburtsjahrgangs 2008 mit Bußgeldandrohung, der schrittweise Wiederaufbau einer Pflichtmusterung zum 1. Juli 2027 in 24 neuen Musterungszentren, die automatische Einbindung der Wehrdienstleistenden in die Reserve und schließlich, am 16. Januar 2026, die Erweiterung der Befugnisse des Militärischen Abschirmdienstes zu Telekommunikationsüberwachung, V-Personen-Einsatz und Observation auch außerhalb militärischer Liegenschaften — gegen den dokumentierten Einspruch der Bundesrechtsanwaltskammer, die von einer massiven Beschädigung des Mandatsgeheimnisses sprach.

Wer dieses Bündel betrachtet — Datenregister, Verfügbarkeitserfassung, Genehmigungsvorbehalte, soldatisches Ethos als Normalform staatsbürgerlicher Haltung, ausgeweitete militärische Inlandsaufklärung —, erkennt eine Form von Staatlichkeit wieder, die in Deutschland bereits zweimal gescheitert ist.

Einmal im nationalen Heldenepos, das vom Hermannsdenkmal über das Niederwalddenkmal bis Tannenberg reicht und dann in der DDR mit ihrer Wehrerziehung, ihren vormilitärischen Laufbahnen und ihrem Kult um die Nationale Volksarmee.

Der neue Obrigkeitsstaat kommt nicht in Stiefeln. Er kommt im Fragebogen, im Datensatz, im Verschlusssachenstempel.

Militarisierung bereitet autoritären Kräften den Boden

Hier schließt sich die gefährlichste Schleife der ganzen Operation. Die Rechtsradikalen täuschen derzeit Pazifismus vor, weil sie wissen, dass man so schneller an die Macht kommt — kein deutsches Unikat, sondern derselbe Mechanismus, mit dem Donald Trump 2024 antrat, alle Kriege zu beenden, um wenige Monate später unter dem Codenamen “Epic Fury” ohne Kongressmandat, ohne völkerrechtliche Grundlage und nach Auskunft seiner Sprecherin “aus einem Gefühl heraus” einen Krieg gegen den Iran zu führen.

Hitler versprach Autobahnen und Arbeit, Trump versprach Frieden — die Macht wird über Wohlfühlversprechen erworben, der Krieg beginnt danach.

In den aktuellen Werten des Politbarometers (INSA, Stand 12.9.2026) liegt die AfD bei 28,6 Prozent und damit deutlich vor der Union (20,1 Prozent); in Sachsen-Anhalt erreichte sie 43,8 Prozent und ging als stärkste Kraft aus den Landtagswahlen hervor (CDU: 17,2 Prozent). Niemand kann seriös garantieren, dass sicherheitspolitische Schlüsselressorts auf Dauer ausschließlich in den Händen rechtsstaatlich sensibler Akteure verbleiben.

Genau deshalb ist es brandgefährlich, eine weitgespannte Wehrpflicht- und Erfassungsarchitektur zu errichten, ohne sich Rechenschaft darüber zu geben, wer sie eines Tages erbt.

Im Anschluss an die deutlich gewonnene Wahl der AfD in Sachsen-Anhalt im September 2026 äußerte sich deren Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zur Frage, wie er zur Aufrüstung stehe, wie folgt: Er verteufele keine Aufrüstung, “weil wir bei (einer) späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen”.

Siegmunds Begründung für eine weitere militärische Aufrüstung beinhaltet also den Einsatz militärischer Waffengewalt für die Durchsetzung der Remigration. Zu remigrieren sind aber möglicherweise Millionen Menschen in Deutschland, Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere Asylbewerber, und diejenigen, die sie unterstützen.

Auch die SPD-Regierungsmitglieder Pistorius, Klingbeil und Bas verkennen den Charakter dessen, was sie bauen. Sie helfen dabei, die Verwaltungsarchitektur, die Datenregister, die Geheimschutzordnungen, die MAD-Befugnisse und die Kreditermächtigungen umzusetzen— und sie errichten sie in einer politischen Landschaft, in der sie nicht kontrollieren, wer sie eines Tages verwaltet. Die AfD wird möglicherweise dieses Geschenk dankend annehmen.

Militarisierung einer Gesellschaft bedeutet aber auch, dass die Bundeswehr in die Schulen gehen und für den Militärdienst werben kann. Militarisierung bedeutet ebenfalls die mediale Diskreditierung und öffentliche Zerstörung unliebsamer Personen, die hier Zweifel anmelden.

Originalbeitrag Telepolis

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Was der Spiegel über Russlands Warnung an die NATO verschweigt

Russland hat die NATO davor gewarnt, die Lage um die russische Exklave Kaliningrad weiter zu eskalieren. Für diese Warnung gibt es handfeste Gründe, das Publikum der deutschen Mainstream-Medien jedoch nicht kennt. Entsprechend leicht war es für den Spiegel, die russische Warnung in ein vollkommen falsches Licht zu stellen. Schauen wir uns daher zunächst den Grund […]
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Was bringt uns der September?

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Warum bestellt Deutschland hunderte Panzer, wenn sie im modernen Krieg nutzlos sind?

Dass die Bundesregierung Ende letzten Jahres mindestens 123 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 (A8) sowie 200 neue Schützenpanzer vom Typ Puma bestellt hat und dass die Bundeswehr gar plant, im nächsten Jahrzehnt tausend Leopard-Panzer zu kaufen, ist das vielleicht beste Beispiel dafür, dass es bei der „Zeitenwende“ nicht um Sicherheit oder Verteidigungsfähigkeit geht, sondern ausschließlich […]
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Putin warnt die EU vor weiterer Piraterie

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Secrets of the Atomic City

Paducah’s downtown flood wall murals pay homage to the Atomic City and depict scenes from the Gaseous Diffusion Plant in July in Paducah, Kentucky.

Holbrook Mohr and Mitch Weiss | The Atavist Magazine | July 2026 | 2,284 words (8 minutes)

This is an excerpt from issue no. 178, “Toxic Lies.”


January 3, 2026

In the isolation ward of a hospital in Birmingham, Alabama, a nurse approaches Ron Fowler’s bed, cell phone extended in her hand.

“You have a call,” she says.

Fowler’s eyes flutter open. He tugs off his oxygen tube and, with trembling fingers, accepts the phone.

“Thanks,” he whispers, before turning his attention to us—the callers.

From his voice it’s clear that something is very wrong; he sounds nothing like his usual self. He’s due the next day to meet us for an interview in Paducah, Kentucky, where he and his friend Chuck Deuschle worked at a uranium-enrichment plant that helped fuel America’s nuclear arsenal. Years ago they blew the whistle on the government and its contractors for poisoning thousands of atomic workers. “Can’t make it,” Fowler chokes out. “Blood clots. Hospital. They may have to remove some toes—if those clots don’t reach my heart first. If they do…” He trails off, the terrible ending hanging in the air.

The Atavist, our sister publication, publishes one deeply reported, elegantly designed story each month. Support The Atavist by becoming a member.

Fowler, soon to turn 77, is desperate to talk before it’s too late—to pull up the memories one more time and commit them to the historical record. He and Deuschle had both moved to Kentucky to work at the nuclear plant, only to discover a grim secret: The facility was exposing people to dangerously high levels of radiation and toxic chemicals, and had concealed the truth about it from employees and the surrounding community. This went on for decades. Faced with a choice—either walk away or stay and sound the alarm—Fowler and Deuschle returned to work, day after day.

More than thirty years later, lying in the hospital with cancer, Fowler is certain that the plant doomed him to a slow, painful death. At 83, Deuschle is also fighting a serious health issue: an unexplained autoimmune disease. They believe their fellow whistleblowers—Deuschle’s wife, Kay, and their friend Garland “Bud” Jenkins—succumbed to illnesses caused by the plant. Still, they’d do it all again. Someone had to reveal the callous disregard the government and the plant’s operators had shown their own people.

Fowler and Deuschle have never shared their story in full—the details of what it was like to live, breathe, and possibly die from their commitment to the truth. But they want people to know, particularly in light of recent news reports: In August 2025, more than a decade after the plant was shut down, a private firm announced that it planned to revive uranium-enrichment operations there. To Fowler and Deuschle, it seems wrong to begin a new chapter in Paducah’s nuclear story. Many former employees are still seeking compensation for their exposure to radiation. Will future generations of workers be any safer?

Fowler struggles for each breath.

“Time’s up,” the nurse says gently, reaching for the phone. “You need to rest.”

Fowler grips the device tighter.

“Call tomorrow when you meet with Chuck,” he implores. “I’m staying alive until then.” He pauses for a moment. “Just make sure Chuck’s with you. Promise me.”

We promise.

1.

One morning in late 1991, Ron Fowler stood in front of the bathroom mirror, parting his hair to the side and noting the first strands of gray at his temples. His beard was neatly trimmed, his black slacks and white dress shirt crisply pressed. He was ready. Today would be his first day at the Paducah Gaseous Diffusion Plant, a uranium-enrichment facility about ten miles outside Paducah, Kentucky. This was more than just a job—it was the start of a new life.

Fowler was a health physicist, an expert in the science of radiation protection. For years he’d traveled the country to train workers at nuclear plants in safety protocols. The pay was great, but being on the road weeks at a time had worn him down. When he moved to Paducah in his early forties, Fowler had already lived in Illinois, Pennsylvania, Maryland, Virginia, and Arkansas. Paducah promised stability: the perfect place to settle through retirement. His wife’s parents even moved from Illinois to be nearby.

After eating breakfast—a sausage patty and a scrambled egg—he kissed his wife, Sandi, goodbye and slipped out the door. He steered his green Oldsmobile Delta 88 through the country roads outside Paducah and let his mind drift back to his childhood in Florence, South Carolina. Life there had been simple. His father, who dropped out of school in the fourth grade, supported the family by working on the railroad. Florence was a place where men had jobs, women tended to the home and children, everyone went to church, and neighbors helped neighbors who fell on hard times. Paducah felt just as close-knit. Folks looked out for one another, and honest labor was rewarded.

Situated on the Ohio River where it meets the Tennessee, Paducah owes its origins to trade; it was founded in 1827 by William Clark of the Lewis and Clark expedition and named for a powerful Native American tribe. The area is naturally beautiful—the city is surrounded by rolling hills and sprawling plains dotted with ponds. For Fowler, a keen fisherman, it was paradise. Paducah had about 27,000 residents when he arrived. It was big enough to have all the right shops, yet small enough that restaurant owners knew whether regulars preferred barbecue or fried catfish, the local staples.

As Fowler drove, the plant appeared in the distance. It spread over some 3,500 acres—750 of them secured by fences and gates—and sat amid modest homes and farms. The community was proud of this place because of its long history supporting the military. Originally, it was a TNT munitions factory, built during World War II. Later, as Cold War tensions escalated, officials scouted locations for a uranium feed facility to supply weapons-production sites in Piketon, Ohio, and Oak Ridge, Tennessee, with the material required to make nuclear bombs. Paducah native Alben Barkley leveraged his position as Harry S. Truman’s vice president, campaigning aggressively to repurpose the munitions factory in his hometown. He recognized that the project likely would inject billions into the local economy and transform living standards for the region’s blue-collar workforce.

Construction of the nuclear plant began in 1951. By the following year, it was enriching uranium for atomic bombs and the Navy’s nuclear fleet. Rising from the countryside, the gleaming buildings looked like modern marvels, and the economic windfall lifted Paducah residents’ spirits. Meanwhile, employees at the plant—everyone from nuclear technicians to welders, cooks, and janitors—were united in patriotic pride. Their jobs paid well, and the workers believed that they were helping fend off communism. It was no wonder Life magazine printed a photo spread of the site.

As the Cold War thawed, the mission changed but the jobs remained. The plant began recycling materials—gold, among other things—extracted from dismantled atomic weapons while continuing to enrich uranium, now for nuclear power plants instead of bombs. Wages allowed families to buy homes and cars and afford vacations—the American middle-class dream. The plant operated like a self-contained town for its 1,700 employees: It had its own security force, fire department, library, post office, and health clinic. A shuttle service ferried employees around the plant’s grounds. Workers participated in golf leagues and fishing tournaments. The Uranium Enrichment News kept everyone informed about goings-on at the site.

Though the plant was owned by the Department of Energy, it was run by contractors. Union Carbide initially oversaw operations, followed by Martin Marietta, which later merged with Lockheed to become Lockheed Martin. Management changed, but to employees that just meant a different name on their paychecks. The people on the ground were like family—fiercely loyal to one another and to the plant they called the Atomic City.

Fowler smiled as he drove through a security gate into a sprawling lot. He parked by the administrative building and checked in with a secretary, who called someone to escort him to his department. From there he would lead health and safety training sessions. The federal government had known as early as 1944 that radiation was hazardous and had issued policies to limit worker exposure. It was Fowler’s job to help ensure that regulations were enforced, to protect both employees and the surrounding community from contamination.

He had barely settled in when a coworker poked his head in.

“Want to see the place?”

The complex was huge—more than five hundred buildings connected by nearly twenty miles of access roads. Fowler was impressed until, as he rounded a corner on his tour, a yellow triangular sign with the radiation symbol caught his eye. There was no step-off pad in sight. In a nuclear facility, a step-off pad is a buffer zone between a hazardous area and a clean one. Workers at the Paducah site were supposed to remove radiation-tainted clothing and footwear before crossing through these zones to ensure they didn’t unwittingly transfer dangerous materials to other parts of the plant or transport it home with them.

Fowler flagged down a worker leaving the building where the warning sign was posted. “You don’t have a step-off pad down here,” Fowler said. The worker shrugged and said there was nothing to worry about.

“That sign says otherwise,” Fowler said. He explained that protocol required a pad and training for workers so they knew how to use it.

The worker’s expression was unchanged as he walked away.

Fowler’s pulse quickened as he imagined invisible particles on boot soles spreading throughout the plant or, worse, tracking onto kitchen floors or into rooms where children played. He hurried to his division manager’s office. The supervisor listened, then leaned back in his chair and tapped a pen on his desk calendar. He said he’d call a meeting about the issue.

That night at home, Fowler sat at the kitchen table watching Sandi cook. Normally, he’d have been joking with his wife about her limited culinary range—she often made breakfast for dinner—but tonight his mind was elsewhere. The sizzle from the stove filled the silence between them.

Sandi knew something was wrong. In the years since they first met at a bar in Joliet, Illinois, she’d become attuned to her husband’s moods. Despite his imposing frame—six foot two, 245 pounds—Fowler had always been the gentle sort and quick to laugh. Their courtship progressed quickly, and within four months of meeting Fowler had moved in to her family’s home in Aurora. They married there so her father, a former school principal paralyzed from a stroke, could attend.

“What is it, Ron?” Sandi asked, spatula in hand.

He sighed. “Something’s not right at work.”

“What do you mean?”

“The way they treat radiation—like it can’t hurt them. No precautions,” Fowler said.

“That doesn’t make sense,” Sandi replied, frowning.

“I know.” Fowler shook his head. “I’ve never seen anything like it.”

Uranium is a silvery-white radioactive metal. More than 99 percent of it found in nature is U-238, and the rest is U-235, an isotope that can sustain the chain reactions needed to fuel nuclear power production and atomic weapons. Enrichment is the process of increasing the concentration of U-235 in a supply of uranium. At different points, enrichment produces one powder Paducah workers called black oxide—not to be confused with the coating of the same name applied to some metals to improve corrosion resistance—and another, uranium tetraflouride, that’s known as green salt. Eventually, uranium hexafluoride, a colorless crystalline solid, is heated into a gas that’s pushed through microscopic porous barriers. This process, called gaseous diffusion, separates U-235 from U-238; at plants like the one in Paducah, it’s done hundreds of times in a cascade until the desired enrichment level is reached.

Uranium enrichment is hazardous business. Fowler knew that any leak, spill, or accident at the Paducah plant could damage kidneys and lungs, irritate skin, and increase cancer risk. More insidiously, simple mistakes or oversights by workers could have that same result. During his first few weeks on the job, Fowler explored the plant on his own, and what he found unsettled him. Employees worked in radioactive areas without protective suits or masks. Some couldn’t read and might not understand warning signs. People left the site after their shifts without changing clothes or showering, likely conveying radioactive dust home to their families. Some workers even warmed their lunch on top of machines in hazardous areas.

Fowler knew that things needed to change, and quickly. He took his concerns to the plant manager, Steve Polston, who heard him out and then called a meeting about step-off pads—the very issue Fowler had flagged on his first day. At the meeting, Fowler outlined the safety gaps he’d observed at the plant, but it seemed to him as though the senior managers in the room could barely feign interest. He heard what would become something of a refrain: “We’ve been doing it this way for years.” He was also told that Department of Energy officials visited the site regularly and hadn’t raised concerns.

More worried than ever, Fowler spent the next several months developing new safety protocols. He beamed with satisfaction as he handed the plan to Polston. In the period that followed, however, he became frustrated with how officials implemented the measures. Even when company-issued safety equipment was made available, Fowler noticed that much of it was obsolete. And he watched in disbelief as employees poked holes in respirator masks to smoke while working.

“I’m not making progress,” he told Sandi one night between sips from a can of Miller Lite. “No one is listening.” He likened his work to “scooping water out of the ocean.”

Sandi, who had studied his training manual to understand his work, gently touched his arm. “Be patient,” she suggested. “Maybe you just have to get to know the people better.”

Fowler’s shoulders dropped. “It seems like more than that,” he said.

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